Ashour und Gaultier im ToC-Finale!

Man nehme die vier besten Squash-Spieler der Welt und stecke sie in einen Glas-Court in der New Yorker Grand Central Station. Heraus kommen atemberaubende Spiele, welche die Herzen der Squashfans höher schlagen lassen. In den beiden Halbfinalen wurden die Finalisten für das Tournament of Champions gesucht.

Soviel vorweg: Die beiden Finalisten des letzten Jahres haben es diesmal nicht geschafft. In der ersten Halbfinalpartie hatte es der an Position eins gesetzte Engländer James Willstrop (Bild li, WRL 3) mit dem neuen Weltranglistenersten und frischgebackenen Weltmeister Ramy Ashour (Bild re, EGY) zu tun. Willstrop erwischte den besseren Start und sicherte sich zügig den ersten Satz mit 11:5. Ashour, der auch zu Beginn des zweiten Satzes immer wieder mit seinem Spiel haderte, begann dennoch sich auf sein variantenreiches Angriffsspiel zu besinnen und das Match entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Es war der Ägypter, der sich nach knappen Sätzen die 2:1-Führung erspielte. Doch Willstrop kämpfte sich zurück ins Spiel und sicherte sich den vierten Satz im Tiebreak (12:10). Im entscheidenden fünften Satz legte Ashour los wie die Feuerwehr und holte sich schnell eine 8:3-Führung, die er nach 78 Minuten zum 11:4-Satzgewinn ausbaute.

Als nächstes betraten die beiden Dauerrivalen Nick Matthew (ENG, WRL 2) und Greg Gaultier (FRA, WRL 4) den Court. Da beide Spieler zu den fittesten und schnellsten auf der PSA Squash-Tour zählen, war es keine Überraschung, dass von Beginn an ein hohes Tempo und lange Ballwechsel geboten wurden. Die Führung wechselte stetig. Es war Gaultier, der in den entscheidenden Momenten die Punkte machte und den ersten Satz mit 11:8 gewann. Nick Matthew zeigte sich davon aber unbeeindruckt und sicherte sich Satz zwei mit 12:10 im Tiebreak. Auch im dritten Satz deutete alles daraufhin, dass der Engländer einen weiteren Schritt in Richtung ToC-Titelverteidigung machen würde, da Gaultier ein ums andere Mal mit den Schiedsrichter-Entscheidungen haderte und den Fokus auf das Match verlor. Schnell marschierte Matthew zum Spielstand von 10:6. Trotz vier Satzbällen konnte Matthew den Sack nicht zu machen. Gaultier hingegen startete seine Aufholjagd und zwang Matthew in den Tiebreak, den der Franzose 13:11 gewann. Von der 2:1-Satzführung beflügelt drehte Gaultier voll auf und ging 7:0 in Führung. Matthew warf zwar nochmals alles in die Waagschale, aber er konnte den Franzosen nicht auf dessen Siegeszug zum 3:1 stoppen.

Auch im Finale Ashour gegen Gaultier ist Squash auf höchstem Niveau vorprogrammiert. Die letzte Begegnung der beiden war im Viertelfinale der Weltmeisterschaften in Doha/Katar. Hier setzte sich Ashour knapp mit 3:2 durch. Die Matchbilanz liegt bei 19:5 zugunsten von Ashour.

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