Mathieu Castagnet

Mathieu Castagnet (Canary Wharf 2016, London)

Mathieu Castagnet

squashnet.de: Hi Mathieu, danke, dass Du Dir Zeit für das squashnet.de-Interview nimmst! Kannst du Dich bitte kurz vorstellen?

Mathieu Castagnet: Mein Name ist Mathieu Castagnet, ich bin 30 Jahre alt und in Saintes, bei Bordeaux, geboren. Ich lebe in Aix-en-Provence. Squash habe ich als 3-Jähriger mit meinem Vater begonnen. Ich mag das Surfen, Tennis, mit meinen Freunden treffen und Musik hören – ich bin Coldplay-Fan! Ich bin seit elf Jahre PSA-Profi. Mein bestes PSA-Weltranglisten-Ranking war Position sechs und national zwei.

squashnet.de: Was ist Dein Spitzname, den Dir Joey Barrington gegeben hat?

Mathieu Castagnet: Joey gab mir den Spitznamen „The French Warrior“, nach einem Match im Jahr 2016, in Chicago, in dem ich mich spektakulär gehechtet und noch geschlagen hatte.

squashnet.de: Du musstest vor kurzem pausieren. Was war passiert?

Mathieu Castagnet: Ich musste ins Krankenhaus, wegen einer Blinddarm-Operation. Der Doktor sagte, die Infektion war offenbar eine Folge der ganzen Verletzungen, die ich in letzter Zeit hatte. Deswegen war ich in der Weltrangliste abgerutscht und stehe jetzt an Position 24.

squashnet.de: Also ist Dein Ziel schnellstmöglich zurück in die Top Ten zu kommen?

Mathieu Castagnet: Wenn ich endlich verletzungsfrei bleibe, will ich schnellstmöglich zurück in die Top Ten, ja!

squashnet.de: Wer inspirierte Dich am meisten im Squash, jetzt und früher?

Mathieu Castagnet: Zuerst mein Vater. Durch ihn kam ich überhaupt zu Squash. Später ganz klar: Peter Nicol (ENG, beste WRL 1, im Jahr 1998). Ich sah mir alle seine Matches an und habe daraus viel gelernt.

squashnet.de: Das erklärt, warum Du einer der härtesten Kämpfer in der PSA World Tour bist. Gleichzeitig scheinst Du ein sehr positiv eingestellter Spieler zu sein, stimmt der Eindruck?

Mathieu Castagnet: Das stimmt. Ich habe immer versucht positiv zu denken und jede Sekunde meines Lebens zu genießen. Jede Verletzung kann Dich in die Depression stürzen und Angst machen. Aber diese Art Gefühle passen nicht zu mir. Es gibt so viele Dinge im Leben zu tun und ich will es genießen! Als Profi-Sportler passiert es schnell mal, dass man wegen der Leidenschaft für seinen Sport den Rest vergisst. Es ist aber notwendig, über den Tellerrand zu blicken. Es gibt noch ein anderes Leben, nach der Squash-Karriere.

squashnet.de: Wo wohnst Du und wer sind Deine Trainingspartner?

Mathieu Castagnet: Ich lebe mit meiner Frau Laura in Aix-en-Provence (Anmerkung der Redaktion: Mathieu Castagnet und Laura Pomportes, FRA, WRL 63, heirateten kürzlich). Meine Coaches sind Renan Lavigne (beste WRL 17, im Jahr 2004) und Arnaud Hays. Alle erfolgreichen französischen Squash-Profis, wie Greg Gaultier (WRL 1), Gregoire Marche (WRL 23), Baptiste Masotti (WRL 108), Victor Crouin (WRL 143), Benjamin Aubert (WRL 161) oder Sebastien Bonmalais (WRL 170), sind meine Freunde und Trainingspartner.

squashnet.de: Was würdest Du machen, wenn Du nicht Squash-Profi wärst?

Mathieu Castagnet: Dann wäre ich gern Profiler (Anmerkung der Redaktion: Ein Profiler ist ein Fallanalytiker, der Profile von Straftätern erstellt).

squashnet.de: Du hast in der vergangenen Saison für Krefeld in der Bundesliga gespielt?

Mathieu Castagnet: Ja genau, das war eine meiner besten Erfahrungen bisher! Sie waren alle so nett und wirklich freundlich zu mir! Ich liebe es da und hoffe alle dort bald wieder zu sehen!

squashnet.de: Was willst Du noch loswerden?

Mathieu Castagnet: Bitte helft ALLE mit, dass Squash olympisch wird!!! Danke!

Alexander Lukasch führte das Interview mit Mathieu Castagnet für squashnet.de

Alexander Lukasch führte das Interview mit Mathieu Castagnet für squashnet.de