In der Ausgabe 2/2004 der squash-time haben wir uns mit dem Stopp befasst. Was auf den Stopp folgt, reimt sich sogar - es ist der Lob. Aber man muss ihn lieben, den Lob, um ihn zu spielen. Fangen wir an mit unserer neuen Trainingseinheit.
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Zuerst wieder Longline, dann Cross, unterbrochen von Boasts. Die Antwort auf Boast, wie schon geübt, heißt Stopp. Den Stopp allerdings nur dann, wenn der Gegner hinten steht. Wenn uns nun jemand mit einem Stopp nach vorne lockt und selbst mit vorgeht, dann gibt es nur eins: einen Lob spielen. Denn spielen wir einen normalen Cross- oder Longline-Ball, laufen wir Gefahr, dass der Gegner ihn volley abfängt. Wenn wir aber einen einigermaßen Lob spielen können, lassen wir ihn erst richtig laufen, wenn wir den Ball über ihn nach hinten spielen.
In Deutschland wird der Lob selten gespielt. Grund: die oftmals warmen Courts, in denen es sehr schwierig ist, den Ball kontrolliert zu schlagen.
Der Lob wird ähnlich wie der Stopp gespielt. Beide werden von vorne gespielt, nur der Schwung ist leicht verändert. Der Schläger ist beim Lob mehr geöffnet als beim Stopp und wird von unten nach oben gezogen. Der Treffpunkt ist ungefähr einen Meter unter der Außenlinie direkt an der Mitte der Frontwand.
Ein häufiger Anfängerfehler ist der tiefe Treffpunkt des Balls an der Spielwand. Der Ball erreicht dann nur eine niedrige Flugbahn und der Gegner kann ihn leicht volley spielen. Die optimale Flugbahn des Lobs ist cross durch den Court. Durch die diagonale Flugbahn von der vorderen rechten bis in die linke hintere Ecke (oder von links nach rechts) ist die Distanz der Flugbahn länger. Dies ermöglicht, dass man den Ball leichter höher spielen kann. Wenn der Lob dann noch die Seitenwand berührt, wird der Ball durch die Berührung abgebremst und fällt steif in die hintere Court-Ecke. Deshalb wird vielen Schülern nur der Cross-Lob gelehrt. Der (zu schwierige) Longline-Lob wird zu häufig ins Seitenaus gespielt.
Der Lob ist ähnlich wie der Stopp und der Zweiwand-Boast. Man braucht viel Ballgefühl, um ihn sicher zu spielen. Schüler im Anfangsstadium dürfen den Ball ruhig oben ins Aus schlagen. Nur müssen sie darauf achten, wenn sie höher spielen wollen, dass man den Schläger öffnen und weicher spielen muss. Das Ziel für den fortgeschrittenen Spieler muss sein: Der Treffpunkt des Balls an der Stirnwand muss deutlich höher als die Aufschlaglinie sein. Der Ball muss die Seitenwand berühren und darf erst hinter dem Aufschlagviereck den Boden berühren.
Der Rückhand-Lob ist für die meisten einfacher zu spielen, da der Schlägerkopf schon häufig offen ist; bei der Vorhand ist dies nicht immer der Fall. Zum Üben allein oder mit dem Partner empfehle ich, immer zuerst einen Boast zu spielen. Wichtig bei dieser Übung ist, dass man an den Ball heranläuft, statt Lob zu üben. Zum Schluss der Übung folgt wieder die Kontrolle. 20 Lobs nacheinander spielen, keiner darf ausgehen - sonst gibt’s die bekannten Liegestützen…
Viel Spaß beim Lob!
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Der Lob wird ähnlich wie der Stopp gespielt. Der Schlägerkopf ist mehr geöffnet als beim Stopp. |
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Der Lob wird von vorne gespielt, wenn der Gegner aufgerückt ist. Der Schwung des Schlägers geht spät nach oben. |
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Der Lob wird nicht von der Mitte des Courts gespielt, wenn der Gegner am T oder hinten steht. |
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Ein Lob mit großem Ausfallschritt und sehr spät und tief genommen und weit oben an die Wand gespielt. |
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Der Rückhand-Lob ist einfacher zu spielen. Die Schulter kann vor das Knie des Standbeins gebracht werden. |
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Der Vorhand-Lob ist schwieriger. Die Schulter des Schlagarmes ist hinter dem Knie des Standbeins, der Schlägerkopf weit geöffnet. |
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