Der Vorhand-Longline

Der Vorhand-Longline

Squash ist ein Spiel mit vielen Varianten, sowohl im Schlagrepertoire als auch in der Taktik. Trotz dieser Vielfalt ist Squash leicht und schnell zu erlernen. Schon nach wenigen Stunden stellen sich beim Anfänger erste Erfolgserlebnisse ein.

Die leichte Erlernbarkeit st einer der vielen positiven Aspekte dieses Sports. Will man aber Squash „richtig“ lernen, ist es ratsam, die Hilfe eines Trainers oder erfahrenen Spielers in Anspruch zu nehmen.

Keith Griffiths und squashnet wollen dabei helfen, dieses faszinierende Spiel zu beherrschen. In den kommenden Ausgaben gibt es deshalb – quasi im Fernstudium – eine Einführung in die gar nicht so geheimnisvollen Geheimnisse der Schlagtechniken. Beginnen wir mit der ersten Lektion:

Was ist ein Squash-Longline?

Normalerweise beginnt Griffiths in der ersten Unterrichtsstunde damit, Squash zu erklären. Dem Anfänger ebenso wie dem Ligaspieler. Das geht am besten, indem man sich einen Ballwechsel vorstellt und Schlag für Schlag durchgeht. Der erste Ball sollte ein Vor- oder Rückhand- Longline sein. Fragt man aber die Schüler, was ein optimaler Longline-Ball ist, kommt verblüffend oft keine Antwort! Dabei ist diese Antwort ganz einfach: Ein optimaler Longline-Ball wird an die Frontwand zwischen Tinboard und Aufschlaglinie gespielt, prallt von dort parallel zur Seitenwand zurück und springt das erste Mal im Bereich des Aufschlag- Felds auf und beim zweiten Mal geht der Ball in die Kante zwischen Rückwand und Boden (so genannter Nick!). Nun kann ein Longline aber zu kurz oder zu lang geraten. Ein zu kurzer Longline springt vor Erreichen der Rückwand mehrmals auf oder rollt schon. Ein zu langer Ball springt auf und prallt gegen die Rückwand oder geht, wenn er viel zu lang ist, direkt gegen die Rückwand. Die Bälle so zu schlagen, dass sie kommen, wie man es will, ist auch für geübte Spieler nicht ganz einfach.

Zu kurz oder zu lang – was ist besser?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Die einen sagen, ein zu kurzer Longline, der regelmäßig kommt, sei ideal. Die anderen meinen, ein zu langer Ball sei das Nonplusultra, da der Gegner Probleme hat, den Ball aus den hinteren Ecken zu bekommen. Beide Überlegungen sind gut, aber grundsätzlich sollte man dem etwas längeren Longline den Vorzug geben. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Gegner wird mit einem etwas längeren Longline aus der Courtmitte verdrängt, in die hinteren Ecken geschoben“. Das bringt Vorteile im Kampf um die zentrale „T“-Position. Bei einem zu kurzen Longline besteht die Gefahr, dass der Ball mit einem Ausfallschritt vom „T“ abgefangen wird. Das wiederum beschleunigt das Spiel, man setzt sich selbst unter Druck.

Erst die Theorie, dann das Üben im Court!

Nachdem theoretisch alles erklärt ist, sollte geübt werden. Der Longline wird an der Stirnwand zwischen Tin und Aufschlaglinie platziert und sollte erst wieder hinter dem Aufschlagviereck auftippen, um von dort im fallenden Flug an die Rückwand zu springen. Springt der Ball in etwa einem halben Meter Höhe gegen die Wand, ist die Länge optimal. Springt er wesentlich höher, ist der Ball zu lang. Jetzt taucht die Frage auf: Wie korrigiere ich die Länge? Die Lösung ist einfach: Will man mehr Länge, spielt man den Ball entweder höher an die Stirnwand oder härter. Soll der Ball kürzer werden, spielt man ihn flacher oder weicher. Das hört sich ganz leicht an, ist es aber nicht. Die Schläge müssen immer und immer wieder geübt werden, bis sie sitzen, bis man also richtig korrigieren kann. Diese Fähigkeit reicht für Anfänger und Fortgeschrittene völlig aus. Will man „ein bisschen mehr“, dann braucht man zur richtigen Länge auch die richtige Breite des Balles. Was es damit auf sich hat, steht in der nächsten Ausgabe der squash-time.