Zakaria und Singh krönen sich zu Junioren-Weltmeistern und schreiben Geschichte
Mit Mohamad Zakaria (EGY, WRL 7) und Anahat Singh (IND, WRL 20) haben die World Squash Junior Championships 2026 in Niagara-on-the-Lake zwei historische Sieger hervorgebracht. Während Zakaria als erster Spieler überhaupt zum dritten Mal in Folge den Junioren-WM-Titel gewann, sicherte sich Singh als erste Inderin den prestigeträchtigen Titel.
Zakaria erster Junior mit drei Titelgewinnen
Der bereits an Position sieben der Weltrangliste geführte Zakaria unterstrich im Finale einmal mehr seine Ausnahmestellung. Der topgesetzte Ägypter setzte sich gegen seinen Landsmann und an Nummer zwei gesetzten Adam Hawal (WRL 60) souverän mit 3:0-Sätzen: 11:4, 12:10, 11:4 durch.
Vor allem der zweite Satz entwickelte sich zu einem engen Schlagabtausch, in dem Hawal mehrfach die Chance hatte, das Match offen zu gestalten. Zakaria behielt jedoch in der Verlängerung die Nerven und ließ anschließend nichts mehr anbrennen. Auch eine kurze Unterbrechung, nachdem ihn Hawals Schläger versehentlich am Kinn getroffen hatte, brachte den 18-Jährigen nicht aus dem Rhythmus.

„Dieses Turnier dreimal in Folge zu gewinnen, ohne einen einzigen Satz abzugeben, bedeutet mir sehr viel“, sagte Zakaria nach seinem historischen Triumph. Sein Finalgegner habe ihn enorm gefordert und werde auch auf der Profitour eine große Rolle spielen.
Die World Juniors werden seit dem Jahre 2009 jährlich ausgetragen, was Zakarias Erfolg nicht schmäler soll. Aber vielleicht hätte sich auch Ramy Ashour (EGY) dreimal die Krone hätte aufsetzen lassen.
Singh erste Juniorinnen-Weltmeisterin aus Indien
Bei den Juniorinnen sorgte Anahat Singh für den nächsten Meilenstein. Die topgesetzte Inderin bezwang die Ägypterin Ruqayya Salem (WRL 57) in drei Sätzen: 11:3, 11:7, 11:9 und ist damit die erste indische Weltmeisterin bei den Juniorinnen.
Nachdem Singh in den vergangenen Jahren jeweils im Viertel- oder Halbfinale gescheitert war, nutzte sie in ihrem letzten Juniorinnen-Jahr die große Chance. Sie dominierte die ersten beiden Sätze und bewies im dritten Durchgang große Nervenstärke: Nach einem 6:8-Rückstand drehte sie den Satz noch zum 11:9 und verwandelte wenig später ihren ersten Matchball.

„Ich habe das Gefühl, ich träume noch immer“, sagte die überglückliche Siegerin. Das Turnier sei in den vergangenen Jahren für sie „wie ein Fluch“ gewesen. Umso mehr bedeute ihr der Titelgewinn in ihrem letzten Jahr als Juniorin. Entscheidend sei gewesen, ruhig zu bleiben und das Finale einfach zu genießen.
Die Platzierungen der deutschen Junioren
Levi Visser (Paderborner SC) 59. Platz,
Alessio Fumagalli (1. SC Kempten) Platz 62,
Owen Hecker (SI Stuttgart) wurde 67.,
Oleksii Bielikov (TSC Heuchelhof) 74.
Hier sehen Sie alle Ergebnisse der World Junior Championships 2026.
Mit dem Abschluss der Einzelkonkurrenz richtet sich der Blick nun auf den Mannschaftswettbewerb der Junioren-Weltmeisterschaften, der am 26. Juli beginnt.
