Deutsche U19 bei Team-WM enttäuschend – DSQV kündigt Handlungsbedarf an
In einer Pressemitteilung des Deutschen Squash Verbands (DSQV) wird über die enttäuschenden Ergebnisse der deutschen U19-Teams bei der Team-Weltmeisterschaft in Kairo berichtet. Während die Gastgebernation Ägypten ihre Titel verteidigen konnte, verfehlten die deutschen Teams deutlich die gesetzten Ziele.
Der Bundestrainer Valentin Rapp hatte vor Turnierbeginn eine Platzierung im Mittelfeld angestrebt, konkret Platz drei in der Gruppe, doch die Junioren landen auf 21. und somit vorletzten Platz. Die Juniorinnen gewannen keine einzige Begegnung und wurden Letzte (Platz 16), was eine klare Enttäuschung darstellt.

Die deutschen Mädchen haben in der Gruppenphase gegen starke Gegner wie USA, Kanada und Südafrika verloren, wobei nur eine Spielerin, Maya Weishar (TSC Heuchelhof), ein Match gewinnen konnte.

Bei den Jungen lief es ähnlich schlecht, mit mehreren Niederlagen in der Gruppenphase und nur einem Sieg im abschließenden Platzierungsspiel gegen Macau. Sicher ist die Verletzung des deutschen Top-Spielers Alexander Neumann (TSC Heuchelhof) besonders bedauerlich, welche das Abschneiden wohl zusätzlich beeinträchtigte, aber dies will man nicht als Ausrede gelten lassen.
Der Bundestrainer betont die Notwendigkeit, international wieder aufzuholen, und nimmt die Ergebnisse zum Anlass, die Nachwuchsarbeit zu analysieren und zu verbessern. Insgesamt zeige das Ergebnis, dass die deutschen Nachwuchsteams trotz ihres Einsatzes nicht die gewünschten Resultate erzielen konnten, was auf eine mögliche Schwäche in der Entwicklung oder Vorbereitung hindeuten könnte.
Kritisch betrachtet, lässt die Presse-Mitteilung des DSQV offen, warum die gesetzten Ziele nicht erreicht wurden, und gibt wenig Einblick in konkrete Maßnahmen zur Verbesserung. Sie wirkt eher oberflächlich und lässt wichtige Fragen offen. Es bleibt bislang unklar, welche konkreten Schritte der Verband plant, um die Situation zu verbessern. Alles wirkt momentan eher wie eine Entschuldigung, ohne echte Lösungsansätze.
Sicher, ein solcher Lösungsansatz und Neuanfang braucht auch ein wenig Zeit. Zu hoffen bleibt somit, dass nach einer ehrlichen Analyse eine klare nachhaltige Strategie folgt, welche dann auch entsprechend stringend und zeitnah umgesetzt wird. Eben genau das Gegenteil, wie es oft in der Politik – mit der Bildung von Arbeitsgruppen und Ausschüssen – gemacht wird. Beherztes Handeln ist nun gefragt.
WM-Abschlussbericht des DSQV
Ergebnisse Mädchen und Jungen.
