Franzosen und Belgierinnen dominieren die Einzel-EM!
Der Franzose Victor Crouin (WRL 11) und die Belgierin Tinne Gilis (WRL 7) gewannen im französischen Chartres jeweils ihren dritten Titel bei den ESF-Einzel-Europameisterschaften.
Crouin, der die letzten beiden Einzeleuropameisterschaften 2023 und 2024 im polnischen Breslau und im spanischen Cuenca gewonnen hatte, sicherte sich seinen Hattrick mit einem 10:12, 11:3, 11:9 und 11:5-Sieg über seinen Landsmann Baptiste Masotti (WRL 17). „Das Ziel war, sowohl die World Games als auch die Europameisterschaft zu gewinnen – ich habe es geschafft, aber es war nicht einfach! Es ist zweifellos ein toller Saisonstart, aber jetzt muss sich das auch auf der größeren Bühne zeigen. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder unter die ersten Acht der Welt zu kommen.“, sagte Crouin.
Gilis traf zum 20. Mal in ihrer gemeinsamen Karriere auf ihre Schwester Nele Gilis-Coll und gewann zum dritten Mal das Schwester-Duell und mit einem 11:4, 12:10, 8:11 und 11:5-Sieg den dritten EM-Titel nach 2022 (Hamburg) und 2024.
Im Anschluss sagte die Siegerin: „Natürlich kennen wir uns in- und auswendig, und Nele weiß, wie sie mich körperlich herausfordern kann. Doch ich konnte einen klaren Kopf bewahren und viele wichtige Situationen spielerisch für mich entscheiden. Zum Glück finden die Europameisterschaften noch früh in der Saison statt, sodass ich mental noch frisch für die Herausforderung bin! Wir sind alle sehr ehrgeizig, daher ist es toll, gleich zu Saisonbeginn einen weiteren Titel zu gewinnen.“
Dritte bei den Damen wurde die Französin Melissa Alves (WRL 20), die im kleinen Finale die Spanierin Marta Dominguez (WRL 58)in vier Sätzen bezwang. Die Bronze-Medaille bei den Herren ging kampflos an den Spanier Iker Pajares (WRL 31), da der Schweizer Nicolas Müller (WRL 25) wegen einer Verletzung im Halbfinale für das letzte Match nicht antreten konnte.
Deutsche mit holprigem Start und versöhnlichem Ende!
Dies ist das auf einen Satz zusammengefasste Fazit von Bundestrainer Simon Rösner, nachdem keiner seiner Spieler einen erhofften Viertelfinalplatz schaffte. Vom Papier her hatten Saskia Beinhard (WRL 72) und Raphael Kandra (WRL 33) die größten Chancen dazu.
Jedoch weder Beinhard noch Kandra fanden bei ihren etwas überraschenden Viersatz-Niederlagen gegen die junge Französin Kara Lincou (WRL 153) und Edwin Clain (FRA, WRL 81) zu ihrer erwünschten Form. Beinhard konnte anschließend wegen einer Verletzung nicht weiterspielen. Kandra kämpfte sich weiter durch die Platzierungsspiele und holte nach seinem Ausscheiden mit Platz neun das noch zu erreichende Maximal-Ergebnis.
Eine durchaus gute Leistung kann man Katerina Tycova (WRL 116) bescheinigen. Nach Auftaktsieg kam die zu erwartende Drittrunden-Niederlage gegen die spätere Vize-Europameisterin Nele Gilis-Coll. Mit drei weiteren Siegen in den Platzierungsspielen, schaffte die Deutsche am Ende einen achtbaren neunten Platz. Jan Wipperfürth (WRL 181) erreichte bei seinem EM-Debüt nach Erstrunden-Aus am Ende Platz 27.
Weitere Einzelheiten im EM-Abschlussbericht des DSQV.

Ergebnisse Frauen und der Männer.
Alle Einzelplatzierungen auf einen Blick.
