Sharon Cyra Sinclair

Sharon Sinclair (Deutsche einzelmeisterschaft 2016, Hamburg)

Sharon Cyra Sinclair

Hallo Sharon, wie geht‘s dir?

Gut geht’s mir (lacht).

Was hat sich seit Gewinn der Deutschen Einzelmeisterschaft, vor gut einem Monat in Hamburg, für Dich verändert?

Vor allem, dass ich jetzt sehr gute Sponsoren habe, wie „ROWE“, „Schöner Schlafen“ und „Amiga Women Fitness".

Du hattest in unserem letzten Gespräch davon berichtet, vielleicht in der World Tour der Professional Squash Association (PSA) teilnehmen zu wollen (siehe: Sinclair und Rösner die Deutschen Einzelmeister!). Wie sieht es damit aus?

Ja, ich werde ab Mai in der PSA spielen! Ich wollte eigentlich schon die Jersey Squash Classic 2016 (PSA W5, Saint Clement, Jersey), vom 11 bis 14. Mai, spielen, aber am 14. und 15. Mai sind ja die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften.

Wie steht Dein Umfeld dazu?

Mein Vater unterstützt das total. Er meinte ‚wer nicht wagt, der nicht gewinnt‘ und so sehe ich das auch. Ich bin froh, dass ich jetzt die Möglichkeit dazu habe. Ich werde weiter in meinem Job als Altenpflegerin arbeiten und so oft es geht, auf PSA-Turniere fahren. Auch Tim fand die Idee gut, auch wenn er sich für sich kürzlich gegen die PSA entschieden hatte.

Welche Ziele hast Du Dir gesteckt?

Ich will mich einfach wohl fühlen und keinen Druck machen. Wenn ich erstmal die Top 100 so in einem Jahr packe, wäre das gut. Mein Traumziel wäre die Top 50, alles Weitere wäre geil (lacht)!

Bevor Du dieses Jahr Deutsche Einzelmeisterin geworden bist, warst Du im Jahre 2005 Deutsche U15 Jugend-Einzelmeisterin und im Jahr 2015 Zweite bei der Team-Europameisterschaften (Division 2) mit der deutschen Nationalmannschaft. Was sind neben der PSA Deine Ziele im Squash?

Ich würde gerne bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (Anmerkung der Redaktion: DMM am 14. und 15. Mai in Böblingen) mit meinem Team, dem SC Monopol Frankfurt den Titel holen. Außerdem will ich Nummer eins der Deutschen Rangliste (DRL) werden! Das nächste DRL-Turnier spiele ich, vom 22. bis 24. April, in Heilbronn.

Bisher warst Du die Jägerin, jetzt bist du die Gejagte – was ist besser?

Natürlich war das Jagen einfacher, aber ich mach mir keinen Druck, ich habe nichts zu verlieren und keine Erwartungen zu erfüllen.

Wer von den heutigen und einstigen Squashern hat Dich am meisten inspiriert?

Ich habe schon alles von meinem Vater und zuletzt von Tim gelernt. Und Jonathon Power war schon ‘n krasser Kicker (lacht)!

Die diesjährigen British Open wurden von ägyptischen Spielern dominiert. Hast du eine Erklärung dafür?

Die Ägypter haben in der Jugend ein hartes und schweres Training. Die bekommen so richtig in den Arsch getreten - das fehlt bei uns.

Alexander Lukasch führte das Gespräch für squashnet.de